"Unternehmer unternehmen was"

 

„Vom Voll-Tischler zum Leer-Tischler“

 

...so umriss Frau Strauch (selbständige Referentin aus Suhl) das Ziel des nunmehr 6.Treffens der Römhilder Gewerbetreibenden

zum Büro- und Zeitmanagement.

Dieses eigentlich mehr als abendfüllende Thema wurde von Frau Strauch in einer Art- und Weise rüber gebracht, die gar nicht an triste Büroarbeit erinnern lies.

Sondern es machte eigentlich Lust auf mehr Seminar und Weiterbildung in diese sehr komplexe Richtung um effektiver zu Arbeiten und zu Leben.

Die Referentin, welche in Suhl eine eigene Bildungseinrichtung führt, brachte eigene und fremde Standpunkte und Erfahrungen mit in Ihren Vortrag ein.

Nur als Beispiel sei erwähnt, dass der Tag des Selbständigen nicht von vorneherein zu 100% verplant werden sollte.

Man müsste immer wieder mit „Zeitkillern“ wie unerwarteten Terminen und Anrufen rechnen. Um dann nicht schon früh am Tage in Bedrängnis zu kommen und den Tag zu effektiv zu meistern sei eine

perfekte Büroplanung sehr wichtig. Auch haben viele Unternehmer keine Zeit mehr für wichtige Dinge, da sie den ganzen Tag mit der Abarbeitung ganz wichtiger Dinge beschäftigt sind.

So werden dann auf einmal aus Zeitgründen die wichtigen Dinge auch wieder zu ganz wichtigen Dingen.

Auch wurden die Unternehmer auf Ihre Führung der Terminplaner angesprochen. So ist es heute keine Seltenheit, wenn manch Selbständiger sich auf die Planung in 3-4 verschiedenen Medien verlässt um dann doch wieder etwas zu vergessen. Es werden dann u.a. der altbewährte Bürokalender, das Terminbuch des Handys, der Planer im Outlook und manchmal auch noch dazu ein PDA geführt. Das macht alles keinen Sinn und verwirrt alles nur noch mehr. Die Geschäftsleute müssen eine anständige Synchronisation einführen, oder sich auf ein Medium festlegen, auch wenn es „nur“ der „altmodische“ mit Hand geführte Planer auf dem Schreibtisch ist. Viele der diesmal über 30 anwesenden Unternehmer erkannten auf einmal wie einfach eine kleine Änderung Ihrer Büroarbeit einen großen Nutzen haben kann. 

Quintessenz des sehr kurzweiligen Vortrages war im Groben bemerkt: Die Unternehmer sollen sich wieder mehr auf die wichtigen Dinge besinnen. Damit ist nicht gemeint, abends um 22.00 Uhr noch zu versuchen die Zettelwirtschaft im Büro zu verstehen. Sondern sie sollten sich auch private Termin nehmen, wie den Sport in der Gemeinschaft oder den Saunaabend. Wichtig ist, solche Sachen in das Leben zu integrieren und einmal runter zu kommen vom hohen Stresslevel.

Ein anderer Gast des Abends brachte es auf den Punkt: „Wenn ich wegen dem ganzen Stress und der selbst gemachten Hektik einige Jahre eher in der Kiste liege, bringt mir das Geld das ich vielleicht mehr verdiene auch nichts mehr.“  

 

Im zweiten Teil des Abends stand dann der Römhilder Bürgermeister den Stammtischlern aus dem Grabfeld Rede und Antwort.

Erfreut war auch er wieder über die große Teilnehmerzahl und erneuerte sein Statement vom Januarstammtisch zu den Treffen der Römhilder Gewerbetreibenden:

„Hier steckt Energie und Potential drinnen. Es haben sich Leute gefunden die etwas bewegen wollen und es kommt eine Generation von Unternehmern zusammen, die über den Tellerrand schauen will.“

 

So wurde nicht lange rumgeredet und eh man sich versah war man bei den Problemen in der Stadt. So wurde von Hr. Theilig nochmals das Thema „Keltenerlebnisweg“ aufgegriffen. Hier waren im letzten Unternehmerstammtisch kritische Töne laut geworden bzgl. der Problematik Beantragung der Fördermittel und Trägerschaft der Maßnahme. Durch den Bürgermeister und den Stadtrat wurde inzwischen nach dem Anstoß der Stammtischler die Trägerschaft übernommen. Hr. Theilig wollte aber im Nachhinein nochmal zu Verstehen geben, dass es nicht an der Untätigkeit der Stadt oder des Bürgermeister gelegen hat. Sondern es waren viele andere Dinge notwendig, was Anträge und Schriftstücke betrafen. Zur Klärung des Zwistes möge noch gesagt sein, dass die Römhilder Gewerbetreibenden hier zu keiner Zeit den Bürgermeister als Sündenbock ausgemacht haben. Es ging lediglich um einen Anstoß in die richtige Richtung.

Als weiteres ging Klaus Theilig auf die kommenden Aufgaben wie Straßenbau und Bau des Feuerwehrhauses ein. Ein größerer Diskussionspunkt war dann noch die so oft erwähnte Beschilderung der Stadt. Hier brachte der Bürgermeister gut durchdachte Vorschläge zur Einbeziehung der Hinweisschilder zu Unternehmen. Es würden alle Geschäftsleute angeschrieben und jedem die Möglichkeit zur Integration in das System gegeben. Im Gegenzug sollen aber auch die teilweise unnützen und alten Tafeln und Wegweiser im Stadtbild verschwinden.

Überrascht waren die Römhilder Unternehmer vom überaus gesprächsbereiten und entspannt wirkenden Römhilder Bürgermeister. Die meisten waren der Meinung, dass er jetzt zu jedem Stammtisch eingeladen werden sollte und baten Ihn darum wenn es seine Zeit zulasse, dass er doch kommen solle.  

 

Mit den Römhilder Stammtischlern geht es am 18.10.2008 weiter. Hier wird ein Familienwandertag stattfinden. Die Gewerbetreibenden wollen vom Römhilder Waldhaus über die Steinsburg zur Brauerei Metzler nach Dingsleben wandern. Dort werden Sie dann in der Brauerei an einer Verkostung und Führung teilnehmen,  und sich dann anschließend in der Brauereigaststätte stärken.

Die Organisatoren hoffen, dass die rege Beteiligung anhält und sich wieder viele an dem Ausflug beteiligen.